Die Wissenschaft hinter sinosomatics

Die Wirkung von sinosomatics konnte wissenschaftlich in mehreren klinischen Studien und Anwendungsbeobachtungen bewiesen werden. Während die bisherigen Studien sich insbesondere auf die Indikationen Endometriose-bedingte Schmerzen und unerfüllter Kinderwunsch bezogen haben, arbeiten wir derzeit an einer Studie zum Effekt von sinosomatics bei multipler Sklerose. Bitte beachten Sie, dass in den Studien noch der alte Name der Therapie (SART) verwendet wird.

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Meissner et al. 2016 - Psychotherapy with Somatosensory Stimulation.png

sinosomatics zur Behandlung von Endometriose: Klinische Ergebnisse

 

Endometriose ist eine gynäkologische Erkrankung, die sechs bis zehn Prozent aller Frauen im gebährfähigen Alter betrifft. Bei Patientinnen mit dieser Erkrankung, die unter starken Schmerzen leiden, scheinen psychische Traumata eine zentrale Rolle zu spielen.

Hier zeigen die Autor*innen in einer gegen Wartegruppe kontrollierten Studie, dass Patientinnen, denen konventionelle Therapien kaum geholfen hatten, deutliche und langfristige Verringerungen ihrer Schmerzen, Ängstlichkeit und Depressivität, sowie Verbesserungen ihrer Lebensqualität erfuhren, wenn sie mit einer Kombination aus körperorientierter Psychotherapie und Akupunktur (sinosomatics, ehem. SART) behandelt wurden.

Meissner et al. 2010 - Long-Term Effects of Traditional Chinese Medicine and Hypnotherapy

Langzeiteffekte von sinosomatics bei Patientinnen mit schwerer Endometriose

In dieser retrospektiven Befragung erfassten die Autorinnen die Langzeiteffekte von sinosomatics (ehem. SART) bei Patientinnen mit schwerer Endometriose. 47 Patientinnen mit Endometriose, die sich einer Behandlung mit sinosomatics unterzogen hatten, wurden mit standardisierten Telefoninterviews nach ihren Beschwerden und dem weiteren Verlauf ihrer Erkrankung befragt, und die Ergebnisse mit den Ausgangsdaten zu Beginn der Behandlung verglichen. Das Follow-up fand im Schnitt 5 Jahre nach Behandlungsende statt. Die Endometriose-assoziierten Schmerzen waren von 8 auf 3 Punkte gesunken. 18 Patientinnen (38%) waren schmerzfrei, und die Anzahl von Patientinnen, die Schmerzmedikamente benötigten, ging von 38 auf 19 zurück. 17 von den 31 Frauen mit Kinderwunsch (55%) hatten zur Zeit des Follow-up 21 Kinder zur Welt gebracht. Längere Behandlungsdauern waren mit größeren Schmerzabnahmen assoziiert, was eine Dosis-Wirkungsbeziehung nahelegt.

sinosomatics zur Behandlung von Endometriose: Die Bedeutung des vorderen Hippocampus

 

In dieser Studie zeigen die Autor*innen mittels funktioneller Bildgebung des Gehirns, dass die synergetische Wirkung von körperorientierter Psychotherapie und Akupunktur (sinosomatics, ehem. SART), die sie in der zugehörigen klinischen Publikation beschrieben hatten, mit einer Veränderung der Konnektivität zwischen Hirnregionen des emotionalen Gedächtnisses (vorderer Hippocampus) und der körperlichen Empfindung (vordere Insula, somatosensorischer Cortex) einhergeht. Der rechte vordere Hippocampus ist außerdem bekannt für seine Rolle bei der Regulation der menschlichen Stress-Achse über das Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-System.

Beissner et al. 2017 - Psychotherapy with somatosensory stimulation for endometriosis-asso

Auswirkung von sinosomatics auf die Schwangerschaftsraten
bei einer anschließenden IVF/ICSI-Behandlung

Die Behandlungsergebnisse von 36 Patientinnen, die zwischen 1997 und 2004 mit sinosomatics (ehem. SART) wegen unerfüllten Kinderwunsches in der Praxis behandelt wurden und sich anschließend einer IVF/ICSI-Behandlung unterzogen, wurden retrospektiv ausgewertet und mit den Ergebnissen des Deutschen IVF-Registers (DIR) von 2004 verglichen. Die Patientinnen stellen aufgrund des hohen Durchschnittsalters (37,5) und mehrmaligem IVF-Versagen (3,1) eine Auswahl mit schlechten Erfolgsaussichten dar. Ergebnisse: Von den 36 Patientinnen wurden 18 Mutter eines leiblichen Kindes, davon 3 spontan nach erfolgloser IVF/ICSI. Die Schwangerschaftsrate (SSR) betrug 49% pro Embryo-Transfer (ET), die Baby-Take-Home-Rate
(BTH) 37%/ET. Für 5 Patientinnen (14%), die schwanger wurden, war es der erste IVF/ICSI-Versuch, alle anderen hatten bereits mehrere, bis zu 16, erfolglose IVF-Behandlungen hinter sich.

Schweizer-Arau et al. 2007 - Auswirkung einer systemischen Autoregulationstherapie (SART)